Schon in der Steinzeit wusste der Mensch den Honig zu schätzen. Seit gut 8000 Jahren werden Bienen gezielt zur Honiggewinnung gehalten - vor gut 5000 Jahren galt er im alten Ägypten als „Speise der Götter“.
Der herrlich süße Honig ist für die Natur nur Nebensache. Die Bestäubungsleistung der Honigbienen macht sie unentbehrlich für unsere Natur- und Kulturlandschaft. Mit ihren - schon im zeitigen Frühjahr - mehrere 10.000 Bienen starken Völkern sind sie unschlagbar.
Neben ihrer schieren Anzahl trägt vor allem ihre Blütentreue - man spricht von Blütenstetheit - zu ihrer enormen Leistung bei. Jede Biene fliegt nur noch die Blütenart an, die sie zuvor angeflogen hat. Diese Eigenschaft wird an der Einfarbigkeit des Pollens deutlich, den die Bienen an ihren Beinchen tragen.
Etwa 80 % der 2.000 – 3.000 heimischen Nutz- und Wildpflanzen sind auf die Honigbienen als Bestäuber angewiesen. Der volkswirtschaftliche Nutzen der Bestäubungsleistung übersteigt den Wert des geernteten Honigs um das 10- bis 15-fache.
Wirtschaftlich nimmt die Honigbiene den 3. Platz der wichtigsten Nutztiere hinter Rind und Schwein ein. Ihr intensiver Beflug der Blüten unserer Obstgehölze steigert die Erträge wesentlich. Besonders deutlich fällt der Effekt bei Äpfeln aus.
Bienenhaltung ist gelebter Naturschutz! Diese Tatsache sollten wir Imker immer wieder unseren Mitmenschen klarmachen. Meist denken unsere Mitmenschen, wenn sie etwas von Bienen lesen, hören oder sehen, zunächst an Honig und an Bienenstiche. Diese Einstellung zur Imkerei müssen wir durch geeignete Hinweise auf die Nützlichkeit der Bienenhaltung abzubauen versuchen.
Dich könnte auch interessieren:
Mitglied
werden
↓
Mitglied werden →