Zuerst ein bisschen was zu mir. Meine Imkerkarriere begann schon recht früh. Schon mein Opa hatte Bienen und mit meinem Vater habe ich zusammen geimkert. Mit 15 Jahren hatte ich meine ersten eigenen Völker. Ich habe ein wunderbares Bienenhaus und baue meine Zargen selber. Aber was hält mich seit all den Jahren dabei? Es gibt viele Gründe, aber besonders fasziniert mich die Kommunikation und Informationsweitergabe der Bienen mit Hilfe von Tänzen untereinander (Bienensprache). Ich freue mich schon auf Anfang Mai, wenn ich die Honigaufsätze aufsetzen kann, auch Honig schleudern und Ableger zu machen begeistert mich sehr. Meine schönsten Erlebnisse hatte ich beim Schwärme einfangen, das passiert auch mehrmals jedes Jahr und ist immer etwas ganz besonderes.
Ich wurde gefragt, welche Eigenschaft am wichtigsten für einen Imker ist. Meiner Meinung nach Geduld, eine gute Beobachtungsgabe, Neugier, Fleiß und vor allem Optimismus. Zum dem Thema gibt’s noch mein traurigstes Imkererlebnis. 1991 nach einem Rekordjahr hatte ich einen Totalverlust von 19 Völkern aufgrund von Varroa. Danach ging es nochmal komplett von vorne los. Man lernt durch Fehlschläge und darf sich nicht entmutigen lassen.
Besonders den Neulingen würde ich ans Herz legen, macht möglichst viele Imkerkurse! Das Wissen wird geballt vermittelt und man lernt viel im Diskurs mit anderen. Vor allem, überlege dir wie viel verfügbare Zeit du hast und wie viele Völker du in der verfügbaren Zeit gut betreuen kannst.
Ich wünsche mir für die Zukunft eine ökologische Landwirtschaft mit möglichst viel Blumen und Trachtpflanzen, um eine gute Versorgung der Bienen zu gewährleisten. Es ist für alle von Vorteil wenn Imker und Landwirte gut miteinander zusammenarbeiten.
In Zukunft möchte ich weiterhin ca 10 Völker betreuen und Königinnen züchten.
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